Eure et Loir

Das Departement Eure-et-loir ist touristisch ein eher unauffälliges Departement im Herzen von Frankreich in der Region Centre. Man lebt von der Landwirtschaft und das schon seit hunderten von Jahren. Das Departement Eure-et-Loire wird geprägt von einer typischen Landschaft, der Beauce. Die Beauce ist eine fruchtbare, mit Lehm bedeckte Kaltebene, auf der kaum Bäume und Sträucher wachsen, die wohl aber hervorragend geeignet ist für den Getreideanbau und Zuckerrüben. Die Beauce ist die Kornkammer von Paris, das wichtigste Getreideanbaugebiet in ganz Frankreich. Als kleines, unbedeutendes Urlaubsziel finden sich nur wenige Ferienwohnungen oder Hotels in Eure-et-loir.

Namensgeber für das Departement Eure-et-Loir sind die Flüsse Eure und Loir, die durch das Departement fließen.

Chartres

Das stark landwirtschaftlich geprägte Eure-et-Loir hat nur wenige größere Ortschaften bzw. Städte, die als ein Ausgangspunkt für den Städtetourismus angesehen werden können. Da ist zunächst die Hauptstadt des Departements – die mit fast 40.000 Einwohnern größte Stadt in Eure-et-loir, Chartres. Chartres war schon immer das Handelszentrum für die Landwirtschaft in der Beauce. Den daraus resultierenden Reichtum dokumentierte seit dem 11. Jahrhundert die im flachen Land schon weithin sichtbare Kathedrale Notre-Dame de Chartres. Das mittelalterliche Chartres ist aufwendig saniert, die Kathedrale Notre-Dame de Chartres und die umgebenden Gassen des Städtchens stehen heute unter Denkmalschutz und sind wirklich sehenswert. Übernachten kann man in kleinen Hotels und Ferienwohnungen direkt im Zentrum von Chartres. Die selbstbewussten Einwohner des Marktflecken Chartres nennen sich selbst „Chartrains“.

Châteaudun

Châteaudun ist eine Kleinstadt mit rund mit 15.000 Einwohnern, an die man sich heute wohl kaum außerhalb von Eure-et-loir erinnern würde, hätte sich hier nicht eine der brutalen Schlachten im Deutsch-französischen Krieg abgespielt. Die Stadt wurde während der Schlacht bei Châteaudun am 18. Oktober 1870 von preußischen Truppen erobert und anschließend niedergebrannt. Die Einwohner von Châteaudun werden „Dunois“ genannt.

Dreux

Das 30.000 Einwohner-Städtchen Dreux hatte im letzten Jahrhundert mit einem zweifelhaften Ruf zu kämpfen: Hier gelang der rechtsradikalen Front National 1983 ein erster, großer Erfolg. Sie eroberten die meisten Sitze im Rathaus von Dreux – und zeichneten sich in Folge durch Korruption und Inkompetenz aus. Dieses dunkle Zeitalter in Dreux ist allerdings heute vorbei, die Nazis sind im Stadtrat nicht mehr vertreten. Seine besten Zeiten hat das Städtchen im Tal der Loir viel früher. Dreux war Hauptstadt eines kleinen gallischen Stammes, den sogenannten „Durocasses“. Später, zu Zeiten der römischen Besetzung von Gallien, kreuzten sich hier wichtige Handelswege, was Dreux eine gewisse Bedeutung als Handelsstadt brachte. Im Mittelalter war Dreux dann Hauptstadt einer Grafschaft. Aus späterer Zeit ab 1816 finden sich in der Chapelle Royale Saint Louis in Dreux (auch Chapelle royale de Dreux) die sterblichen Überreste einiger französischer „Royals“ in der Grabstätte der Familie d'Orléans.

Schlösser im Eure-et-loir

Fast alle Dörfer und Städte der Eure-et-loir haben eigene Gutshäuser oder gar Schlösser. Dies ist sicherlich der Reichtum des Departements. Zu den Schlössern des Departements zählen unter anderem das Schloss Maintennon, welches als der Wohnsitz der heimlichen Ehefrau des Sonnenkönigsfrau gedacht war, das Schloss von Montaigne le Gängelei sowie das Château de Anet, welches Wohnsitz der Diane von Poitiers, die Favoritin des Königs Henry II, wurde. Auch Nogent le Retrou mit seinen Festungsmauern einer Burg, Dreux mit der königlichen Kapelle Saint Louis und das hochgelegene Schloss Châteaudun sind beeindruckende Ausflugsziele innerhalb des Département Eure-et-Loir.

Geheimtipps Eure-et-loir

Ein weiterer Reiz im Département Eure et Loir sind die kleineren Orte mit ihren Geschichten, dem ausgeprägtem handwerklichen Geschick, dem Charme ehrwürdiger Fachwerkhäuser. Wer eine literarische Reise durch Frankreich unternimmt, findet im Departement eine ganz einmalige Geschichte: Die Geschichte des Namens des Ortes Illiers-Combray. Die Kleinstadt Illiers wurde durch Marcel Proust berühmt, der sie unter dem Namen Combray in seinem Roman-Zyklus "Die Suche nach der verlorenen Zeit" (À la recherche du temps perdu) beschrieb. Aus Anlass war der einhundertste Geburtstag des Schriftstellers Proust im Jahr 1971 beschloss die Stadtverwaltung den alten Namen Illiers mit dem Zusatz des literarischen Namens Combray zu ergänzen – und machte damit Illiers-Combray zur einzigen Stadt in Frankreich, die ihren Namen dem Buch eines Schriftstellers verdankt.

Eine Besonderheit findet sich noch in Nogent-le-Rotrou. Der Ort Nogent-le-Rotrou liegt an der Grenze zum Departement Orne am Regionalen Naturpark Perche (Parc naturel régional du Perche). Der Park liegt in der Landschaft Le Perche. Le Peche ist den Pferdefreunden eine spezielle Pferderasse, der Percheron, die hier früher in großer Zahl gezüchtet wurde, bekannt.

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Ferienhäuser

Den alten Charme von Frankreichs Zentrum erlebt man am Besten bei einem Urlaub im Ferienhaus. Ferienwohnungen in Eure et Loir und Ferienhäuser finden sich auf www.ferienwohnung-netz.de.